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Ein Erfahrungsbericht

11.03.2026

Das neue Im-Ohr-Gerät Zeal™ von Oticon überzeugt nicht nur unsere Kunden, sondern sogar uns selbst.

Und das ist im IdO-Sektor nicht leicht. Wir sind keine Gegner von Im-Ohr-Geräten, aber wir sind Skeptiker. Weil es mit den herkömmlichen Geräten nicht immer klappt, weil Kompromisse eingegangen werden müssen. Das mögen wir von Hörsystem KESSLER nicht. Für unsere Kundschaft möchten wir das Beste aus dem neuen Hören herauskitzeln.

Und dann kommt das Zeal™.

Aus unserer Sicht ist dem dänischen Hörgerätehersteller Oticon ein Meisterstück gelungen. Seit Dezember 2025 ist es auf dem Markt und hält, was es verspricht. Das IdO-Gerät stellt erfahrungsgemäss eine gleichwertige Alternative zu einem Hinter-dem-Ohr-Gerät dar. Es verfügt über dieselben technischen Möglichkeiten wie Bluetooth und der von-Ohr-zu-Ohr-Kommunikation. Das Sprachverstehen ist dem des besten HdO-Gerätes von Oticon (Intent 1) gleichzusetzen. Bei objektiver Messung, erhalten wir dieselbe Verstärkungskurve.

Tendenziell muss das Ohr etwas mehr verschlossen werden, als bei einem HdO-Gerät. Das liegt daran, dass das Mikrofon und der Hörer näher beieinander liegen und das Gerät deswegen mehr zu Rückkopplungen neigt. In den meisten Fällen ist dies jedoch lösbar. Bisher haben wir das Zeal™ mit Standarddomes angepasst. Die unterschiedlichen Durchmesser erlauben uns auf die Grösse des Gehörganges einzugehen und manchmal kann mit der Wahl der Domes das Hören noch ein winziges bisschen optimiert werden. Das Zeal™ könnte mit einer individuellen Otoplastik angepasst werden, damit ginge aber der grosse Vorteil des Gerätes, das offene Ohr, verloren. In einem solchen Fall gibt es unserer Meinung nach bessere Alternativen im klassischen IdO-Bereich.

Bei einem Hörverlust in den Hochtönen ist die Okklusion ein grosses Thema. Das Im-Ohr-Gerät verschliesst das Ohr und die eigene Stimme klingt komisch und stört. Da beim Zeal™ das Ohr offen bleiben kann, fällt dieser störende Effekt gänzlich weg.

Wenn der Gehörgang des zukünftigen Hörgeräteträgers sehr eng ist, kann es sein, dass auch der kleinste Dome zu gross ist. In der Folge drückt das Gerät. Dies und auch die begrenzte Verstärkung, aufgrund des fest montierten Hörers, können Gründe sein, die für ein anderes Hörsystem sprechen. Da das Zeal™ erst seit ein paar Monaten unterwegs ist, lassen sich über die Langlebigkeit des sehr kleinen Akkus noch keine Rückschlüsse ziehen. Dasselbe gilt für den Ausziehfaden, der gleichzeitig als Antenne dient. Da jedoch ein solch filigranes Gerät mit grosser Sorgfalt behandelt wird, sehen wir keinen Grund zur Sorge.

Von unserer Kundschaft werden das einfache Einsetzen und die, zum Beispiel für Brillenbügel, freien Ohren am meisten geschätzt. Rückblickend auf die letzten drei Monate mit vielen Probeträgern lässt sich sagen, dass das Zeal™, bei optimalem Sitz, nie zurückgegeben wurde.

Fazit: Endlich gibt es ein HdO-Gerät, das im Ohr steckt. Auf das Zeal™ von Oticon haben wir gewartet. Es ist ein gelungenes Im-Ohr-Gerät hinter dem wir zu 100% stehen können. Ohne Kompromisse.

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